Gießkanne, Euros
Fondssparen ohne Angst
8. April 2019

So vermeiden Sie Fehler bei der Wohnraumfinanzierung

Paar mit Umzugskarton und Sparschwein

Die Salzburger Finanzdienstleister beraten bei der sicheren Finanzierung Ihres Wohntraums. Mit diesen 14 wichtigen Punkten wird eine gute Basis geschaffen.

Die derzeitige Niedrigzinsphase macht Immobilienkäufe attraktiv, da die Kosten für die Kreditfinanzierung niedrig sind. Ist der Kredit zum „Schnäppchenpreis“ zu haben, hat das großen Einfluss auf die Kaufentscheidung. Dabei dürfen allerdings andere wichtige Faktoren nicht außer Acht gelassen werden, die die Grundlage für eine Kaufentscheidung bilden sollten.

#1: Beurteilen Sie Ihre finanzielle Situation realistisch. Machen Sie dafür einen Kassensturz auf Basis Ihrer laufenden Einnahmen und Ausgaben (Haushaltsbuch). Analysieren Sie genau Ihre Lebenshaltungskosten und berücksichtigen Sie dabei auch Instandhaltungskosten. Diese steigen mit dem Alter einer Immobilie. Expertentipp: Legen Sie pro Quadratmeter Wohnfläche monatlich für die Instandhaltung zwei Euro zur Seite. Kalkulieren Sie nicht zu knapp und planen Sie auch Notfallreserven ein.

#2: Vergessen Sie bei Ihrer Planung nicht die Nebenkosten. Für Grunderwerbskosten, Notar- und Grundbuchskosten sowie Maklerkosten sind ab 11 % der Kaufsumme einzuplanen. Weitere Infos zu den Kaufnebenkosten finden Sie in unserer „Übersicht Kaufnebenkosten“.

Eiserne Reserve nicht antasten

#3: Legen Sie unbedingt eine finanzielle Reserve für Notsituationen und Unvorhergesehenes an, damit Sie noch finanziellen Handlungsspielraum haben, wenn die Waschmaschine kaputt geht oder eine dringende Reparatur anfällt. „Als ‚eiserne Reserve‘ sollten drei bis sechs Monatsgehälter zur Seite gelegt werden“, empfiehlt Mag. Rupert Lanzendorfer, Obmann der Fachgruppe Finanzdienstleister.

#4: Achten Sie bei einem Hausbau darauf, welche Kosten in den Berechnungen enthalten sind. Oft kommen im Zuge des Baus noch Zusatzkosten hinzu, die in der Kostenkalkulation nicht inkludiert sind (Aufschließungskosten, Kosten für Gutachten etc.).

Günstige Kreditkonditionen überlegt nutzen

#5: Die aktuell günstigen Kreditkonditionen sollten ausgenützt werden, allerdings immer im Bewusstsein, dass sich die Zinslage verändern kann. Mit längerfristigen Zinsbindungen bei langen Laufzeiten lassen sich hier die Risiken minimieren, auch wenn Banken dafür einen Aufschlag berechnen. Bei zu kurzen Laufzeiten steigt das Risiko, sich mit steigendem Zinssatz die Raten nicht mehr leisten zu können.

#6: Vereinbaren Sie keine zu niedrige Tilgung. Da wird zwar die monatliche Belastung weniger, allerdings werden die Schulden kaum abgebaut, da bei zu niedrigem Tilgungssatz in den Anfangsjahren fast nur Zinsen zurückbezahlt werden. Kommt es zu einer Erhöhung der Kreditzinsen oder braucht man zusätzliche Mittel für z. B. Umbauarbeiten wird der Schuldenberg aussichtslos. Empfehlenswert ist eine Tilgung von mindestens 2 bis 3 %. Nutzen Sie für eine erste Einschätzung den Kreditrechner auf unserer Website.

#7: Achten Sie auf flexible Kreditkonditionen, die auch die Möglichkeit von Sondertilgungen und eine Erhöhung oder Senkung der Raten ermöglichen, denn starre Raten lassen keinen Spielraum bei einer Änderung der persönlichen Umstände.

Vergleich lohnt sich

#8: Vertrauen Sie nicht ausschließlich auf Ihre Hausbank, sondern holen Sie jedenfalls Vergleichsangebote ein. Bei langen Laufzeiten wirken sich Zinsabweichung von wenigen Zehntelprozent bereits substanziell aus. Vergleichsangebote bilden auch eine gute Grundlage für Verhandlungen mit der Hausbank. Die Salzburger Finanzdienstleister helfen mit ihrer Marktkenntnis bei der Einholung von Angeboten und unterstützen bei Verhandlungen.

#9: Verwechseln Sie nicht Nominal- und Effektivzins, beide sind im Kreditangebot ausgewiesen. Der Nominalzinssatz stellt die Zinsen auf den Nettodarlehensbetrag dar und bezieht sich immer auf ein Kalenderjahr, wohingegen der Effektivzinssatz angibt, welche Kosten pro Jahr tatsächlich anfallen. Er berücksichtigt Laufzeit und Banknebenkosten. Vergleichbar ist der Unterschied ungefähr mit der Kalt- und der Warmmiete inklusive aller Betriebskosten. Wichtig für die monatliche Belastung ist jedenfalls der Effektivzinssatz.

#10: Wenn Sie bei einem Hausbau planen, den Kredit nach Baufortschritt in Etappen in Anspruch zu nehmen, beachten Sie unbedingt, dass dafür Bereitstellungszinsen verrechnet werden. Das verteuert den Kredit.

Über mögliche Förderungen informieren

#11: Lassen Sie sich zu Förderungen beraten und nutzen Sie diese (Wohnbauförderung, Sanierungsförderungen).

#12: Sorgen Sie für eine finanzielle Absicherung, damit die Lebenshaltungskosten der Familie bei Unfall, Tod oder Erwerbslosigkeit weiter abgedeckt sind (Lebensversicherung, Anlageprodukte). Die Salzburger Finanzdienstleister kennen den Markt und die Vielzahl der angebotenen Produkte und beraten, welche Anlageform und Absicherungsmöglichkeiten zur jeweiligen Situation passen.

#13: Überschätzen Sie nicht Ihre Eigenleistung: Nicht alles lässt sich schnell und kostengünstig in Eigenregie erledigen. Die Hilfsbereitschaft von Helfern lässt mit der Zeit nach und die eigene zeitliche Verfügbarkeit ist begrenzt. In diesem Punkt muss eine realistische Einschätzung unter Einbeziehung der handwerklichen Fähigkeiten und der Familiensituation erfolgen, denn der Verzug bei Arbeiten oder Fehler können teuer kommen.

Nicht ohne Eigenkapital finanzieren

#14: Ein Immobilienkauf ganz ohne Eigenkapital ist sehr riskant und nicht zu empfehlen. Beachten Sie die Finanzierungsregel: 1/3 des Finanzbedarfs sollte im Idealfall aus Eigenmitteln stammen, mit weniger als 25 % wird es schwierig. Zum Eigenkapital zählen Bausparer, Sparguthaben, Immobilieneigentum und liquidierbare Wertpapiere. Verfügen Sie über zu wenig Eigenkapital, sollten Sie Ihren Immobilienkauf überdenken. In diesem Fall berechnet die Bank meist Zinsaufschläge. Die Gesamtkosten übersteigen dann häufig die Leistungskraft, bei einem notwendigen Verkauf der Immobilie bleibt Restschuld.

Es gibt eine einfache Formel zur Ermittlung der maximal leistbaren Gesamtkosten:

Ermitteln Sie dafür Ihre maximale monatliche Belastbarkeit – am besten basierend auf ihren laufenden Einnahmen und Ausgaben. Den Zinssatz und Tilgungsanteil entnehmen Sie den vorliegenden Kreditangeboten. Zählen Sie den verfügbaren Eigenkapitalanteil dazu und Sie erhalten einen Richtwert, für die leistbaren Gesamtkosten für Ihre Wunschimmobilie.

Experten unterstützen bei allen Schritten zur Finanzierung Ihres Wohntraums

Wenn Sie diese Punkte bei Ihrer Immobilienfinanzierung beachten, haben Sie eine sichere Basis für Ihr Wohnprojekt gelegt. Bei allen Teilschritten unterstützen die Salzburger Finanzdienstleister: Sie helfen bei der Analyse der IST-Situation und kalkulieren Ihre finanziellen Möglichkeiten. Sie beraten bei der Auswahl geeigneter Kreditprodukte und zu Fördermöglichkeiten. Mit Know-how holen sie Angebote ein, unterstützen bei Verhandlungen und ermitteln durch Vergleich Ihre optimale Finanzierung. So sind Sie bestens aufgestellt für die Realisierung Ihres Immobilientraums. Den Finanzdienstleister in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Mehr Informationen zum Thema Wohnraumfinanzierung finden Sie unter: www.salzburger-finanzdienstleister.at/eigenheim

Checklisten, Links und Übersichten der Salzburger Finanzdienstleister zur „Wohnraumfinanzierung“ gibt es hier: https://salzburger-finanzdienstleister.at/downloads/

Redaktion
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