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7. April 2020

Aus Alt mach Neu: Sanierungsvorhaben finanzieren

Sanierung

Eine gute Sanierungs- und Finanzierungsplanung helfen bei der kostenschonenden Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen.

Dauerbaustelle, ausufernde Kosten und kein Ende in Sicht: Das ist das Schreckensszenario bei notwendigen Sanierungs- oder Umbauarbeiten in und an Häusern und Wohnungen. Durch eine gute Planung des Bauvorhabens im Vorfeld ist das vermeidbar und Sanierungen lassen sich zügig und kostenschonend realisieren.

Vor Beginn von Zubauten, Umbauten und Sanierungen ist es wichtig, genau festzulegen, welche Arbeiten in welchem Zeitrahmen fertigstellt werden sollen. Das hilft dabei, Maßnahmen Schritt für Schritt umzusetzen und nicht die Übersicht zu verlieren. Ratsam ist es, bereits in der frühen Planungsphase Behörden, Baufirmen und Handwerksbetriebe zu kontaktieren, damit Zeitpläne und Arbeitsschritte von Anfang an abgestimmt werden. Genauso wichtig wie die Ausführungsplanung ist die Planung der Finanzierung, denn nichts ist frustrierender, als wenn auf dem halben Weg zum Ziel die Geldmittel ausgehen und der Alltag statt im sanierten oder erweiterten Wohntraum dauerhaft auf einer „Baustelle“ stattfindet. „Für die Finanzplanung eines Sanierungsvorhabens braucht es eine genaue Kostenübersicht. Das gilt besonders bei umfangreichern baulichen Maßnahmen. Vor Beginn der Arbeiten ist es empfehlenswert, eine Übersicht über alle zu erwartenden Kosten anzulegen. Diese Übersicht dient auch als Grundlage für Finanzierungsberatungen“, sagt Mag. Rupert Lanzendorfer, Obmann der Fachgruppe Finanzdienstleister Salzburg. Tipp der Salzburger Finanzdienstleister: Bei den geplanten Kosten stets einen Aufschlag von 10 Prozent einrechnen, um von höheren Istkosten nicht überrascht zu werden.

Finanzierung im Vorfeld auf sichere Beine stellen

Bei der Finanzierung ist auf die Ausgewogenheit zwischen Eigenmitteln und Fremdkapital zu achten. Wie bei Bauvorhaben gilt auch hier folgende Finanzierungsregel: 1/3 des Finanzbedarfs sollte im Idealfall aus Eigenmitteln stammen. Finanziert werden kann mit einem Mix aus Eigenmitteln, Sanierungskredit und Förderungen. Es gibt staatliche Förderungen für verschiedene Sanierungsvorhaben – etwa bei thermischer Sanierung oder Maßnahmen zur Schaffung von Barrierefreiheit. Eine gute Übersicht der Salzburger Förderungen gibt es auf der Website des Landes Salzburg. Zur Fremdfinanzierung eignet sich ein Sanierungskredit. Das ist eine Finanzierungsform, die speziell auf Sanierungsvorhaben abgestimmt ist. Der Kredit ist zweckgebunden an die festgelegten Modernisierungs-, Energiespar- oder Renovierungsmaßnahmen und die Mittel dürfen nur für diese geplanten Sanierungsmaßnahmen verwendet werden. Voraussetzung dafür ist der Nachweis der Eigentümerschaft laut Grundbuchseintrag. Die Konditionen werden beim Abschluss fix vereinbart, die Laufzeiten liegen meist bei wenigen Jahren. Im privaten Bereich ist der maximale Finanzierungsrahmen bei 50.000 Euro. Ein Vorteil ist, dass dieser Art der Finanzierung nicht im Grundbuch eingetragen wird.

Sanierungskredite gibt es für folgende Sanierungsvorhaben:

  • Modernisierungsmaßnahmen: Dazu gehören Sanierungsmaßnahmen bei Altbauten wie Fenstertausch oder Erneuerung des Daches.
  • Energiesparmaßnahmen: Maßnahmen zur thermische Sanierung von Wohnhäusern verbessern die Wirtschaftlichkeit und sind teilweise gesetzlich vorgeschrieben. Sanierungen in diesem Bereich werden meist auch staatlich gefördert.
  • Renovierungsmaßnahmen: Darunter fallen regelmäßige Renovierungsvorhaben wie etwa eine Heizungssanierung oder die Erneuerung der Dämmung.

Eine Alternative zum Sanierungskredit kann auch ein Bauspardarlehen darstellen, insbesondere bei Vorhaben, für die kein Sanierungskredit beansprucht werden kann. Das kann bei Maßnahmen zur Erweiterung von Wohnraum durch Zubauen oder Verglasungen von Veranden, um mehr Wohnfläche zu gewinnen, der Fall sein. Zu den passenden Produkten je nach Umfang der Sanierungsmaßnahmen und Laufzeit sowie zu mögliche Förderungen beraten die Salzburger Finanzdienstleister. Sie stimmen den individuellen Finanzierungsbedarf durch Marktvergleich mit den passenden Produkten ab und kennen Fördermöglichkeiten und Voraussetzungen. Hier geht es zum Finanzdienstleister in Ihrer Nähe.

Die 5 Schritte zur erfolgreichen Sanierung

  1. Sanierungsvorhaben sorgfältig in Abstimmung mit Fachleuten planen
  2. Genaue Kostenaufstellung machen
  3. Planung und Sicherstellung der Finanzierung mit Unterstützung eines Finanzberaters
  4. Förderungen beantragen
  5. Zeitrahmen für einzelne Schritte setzen

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Redaktion
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