15. Februar 2017  |  Kommentare
Strichmännchen mit Schlüssel

Bausparen gilt vor allem als sichere und risikoarme Sparform. (Bild: ©Adobe Stock)

Der Bausparer ist bei den Österreichern nach wie vor sehr beliebt, obwohl er in den letzten Jahren durch das niedrige Zinsniveau an Attraktivität verloren hat. Aber die Österreicher lieben traditionelle Sparformen: Rund 5,3 Millionen haben einen Bausparvertrag.

Das Bausparen gilt vor allem als sichere und risikoarme Sparform: Das sind wohl die schlagkräftigsten Argumente, wenn man sich für diese Anlageform entscheidet. Vorteil ist, dass die Erträge vertraglich gesichert und staatlich besichert sind, der Sparer trägt also nicht das Risiko eines Verlusts. Dazu kommt die staatliche Bausparprämie: Die Höchstprämie von 1,5 Prozent bekommt man bei einer monatlichen Zahlung von 100 Euro, einer jährlichen Zahlung von 1200 Euro und bei einem Einmalerlag auf 6 Jahre von 7200 Euro. Mittlerweile kann auch ein 10-Jahres-Vertrag abgeschlossen werden, dabei liegt der geförderte Einmalerlag bei maximal 12.000 Euro.

Einen Bausparvertrag können alle Personen mit Wohnsitz in Österreich abschließen. Allerdings sollte man sich sicher sein, den Bausparvertrag einhalten zu können und zu wollen. Denn bei einer vorzeitigen Kündigung bekommt man meist weniger heraus als einbezahlt wurde. Obwohl es in Österreich verschiedene Bausparkassen gibt, sehen die Verträge meist sehr ähnlich aus und sind wenig flexibel. Es lohnt sich aber dennoch, auf die Details zu achten. Wenn man mit steigenden Zinsen rechnet, lohnt es sich beispielsweise, einen variablen Zinssatz anstelle der Fixverzinsung zu wählen. Wer anstelle der monatlichen Beiträge zu Beginn einen Einmalerlag einzahlt, erzielt eine höhere Ablaufleistung, da das Geld länger bei der Bausparkasse liegt. Für Jugendliche gibt es häufig einen Zinsenbonus. Die Salzburger Finanzdienstleister kennen die Details und beraten bei der Wahl des passenden Bausparvertrags.

Bauspardarlehen

Zweck der Bausparkassen was seit jeher der geförderte Hausbau. Daher vergeben sie Kredite für Bauvorhaben: den Bausparkredit oder das Bauspardarlehen. Die Laufzeit beträgt dabei maximal 30 Jahre in Abhängigkeit von Faktoren wie Alter und Kredithöhe. Die Kredithöhe beträgt pro Person maximal 180.000 Euro, für das gesamte Bauvorhaben maximal 360.000 Euro. Ein Bauspardarlehen kann nur für Vorhaben rund ums Thema Bauen und Wohnen genutzt werden. Obwohl der Höchstzinssatz von 6 Prozent veränderbar ist, gilt er als relativ sicher. Als Sicherheit für das Darlehen erfolgt grundsätzlich eine Eintragung ins Grundbuch. Wer für sein Bauprojekt eine Wohnbauförderung erhält, kann um Befreiung von der Grundbucheintragungsgebühr ansuchen. Aktive „Bausparer“ sind als Stammkunden bei der Beantragung eines Darlehens jedenfalls im Vorteil.

Vor- und Nachteile von Bausparkrediten:

+ hohe Sicherheit

+ relativ stabile Rate währende der Laufzeit

+ wenige Auflagen aufgrund der grundbücherlichen Sicherstellung

+ Höchstzinssatz von 6 Prozent gilt als relativ verlässlich

– Mindestverzinsung liegt auch bei niedrigem Zinsniveau bei 2 bis 3 Prozent

– hohe Spesen, die kaum verhandelbar sind

– wenig Gestaltungs- und Verhandlungsspielraum

– bei schlechter finanzieller Lage hohes Risiko des Verlusts des Eigenheims aufgrund der Sicherstellung im Grundbuch

– nötige Zwischenfinanzierung bis zur Bewilligung der Bausparkredits

„Auch wenn sich die Bauspardarlehen der verschiedenen Bausparkassen sehr ähneln, gibt es doch Unterschiede wie etwa bei Vergabezeiten und den Konditionen der Zwischenfinanzierung. Hier lohnt sich der Vergleich“, empfiehlt Mag. Rupert Lanzendorfer, Obmann der Fachgruppe Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Salzburg. Fragen Sie dazu Ihren Salzburger Finanzdienstleister.

Was mit einem Bauspardarlehen finanziert werden kann:

  • Grundkauf
  • Hauskauf
  • Wohnungskauf (Eigentumswohnung)
  • Neubau, Zubau, Umbau
  • Sanieren, Renovieren, Modernisieren, Energiesparmaßnahmen
  • Wellnesseinrichtungen, Sicherheitseinrichtungen
  • Baukostenanteile bei Mietwohnungen, Gemeindewohnungen oder Genossenschaftswohnungen
  • Kleingärten, die für ganzjähriges Wohnen gewidmet sind
  • Pflegemaßnahmen und deren Kosten: z.B. Betreuung, medizinische Behelfe, Behandlung, Heim- oder Pflegeplätze etc.
  • Ablöse von Erbteilsforderungen
  • Scheidungsforderungen
  • Berufsausbildungskosten oder Weiterbildung (beruflich) in vielen Formen
 19. Dezember 2016  |  Kommentare
Bei der Wohnfinanzierung sollte nichts überstürzt und genau geplant werden. (Bild: © Adobe Stock)

Bei der Wohnfinanzierung sollte nichts überstürzt und genau geplant werden. (Bild: © Adobe Stock)

Nur wenige können es sich leisten, Wohnraum nur mit Eigenmitteln anzuschaffen. Fast immer muss auch fremdfinanziert werden. Laut Statistik Austria hat jeder fünfte österreichische Privathaushalt einen Kredit zur Wohnfinanzierung. Von Haushalten mit Kindern haben sogar mehr als ein Drittel einen Wohnkredit.

Worauf muss bei der Finanzierung geachtet werden, um nicht in die Schuldenfalle zu tappen? Die Grundvoraussetzung, um sich beim Erwerb von Wohnung oder Haus nicht zu übernehmen, ist es, sich vorher genau über die Möglichkeiten der Wohnfinanzierung zu informieren. Ein Tipp der Salzburger Finanzdienstleister: Nichts überstürzen! Denn je genauer man sich vorher damit auseinandersetzt, desto weniger Schwierigkeiten treten während der Laufzeit von Krediten auf. Auf Online-Kreditvergleichsportalen lassen sich die Finanzierungsformen vergleichen.

Überblick über die wichtigsten Möglichkeiten der Wohnfinanzierung:

  1. Hypothekarkredit: Dieser Immobilienkredit wir für eine fixe Laufzeit entweder mit variablem oder mit Fixzinssatz abgeschlossen. Die monatliche Ratenzahlung bleibt dabei konstant. Da Laufzeiten bis zu 30 Jahren möglich sind, bietet diese Kreditform konstante Raten bei langfristiger Sicherheit. Abgesichert wird der Kredit durch einen Eintrag ins Grundbuch (Hypothek).
  2. Bauspardarlehen: Die Österreicher sind seit jeher fleißige Bausparer. Wichtig ist auch hier, die Angebote der verschiedenen Anbieter zu vergleichen. Denn bei der Ausnützung des maximalen Darlehens von Euro 180.000 pro Person ergeben sich bei der längsten Laufzeit Ersparnisse bis zu Euro 20.000. Die maximale Zinssatzobergrenze beim Bausparen ist mit sechs Prozent festgelegt. Voraussetzung für ein Bauspardarlehen ist eine Eigenmittelfinanzierung von 20 %. Das Darlehen kann nicht nur für den Bau des Eigenheims verwendet werden, sondern auch für andere definierte Verwendungszwecke wie beispielsweise den Kauf eines Baugrundstücks oder einer Immobilie, für Erweiterungen, Sanierungen oder Energiesparmaßnahmen.
  3. Hausbaukredit: Dabei handelt es sich um einen individuell abgestimmten Kredit für einen Hausbau.
  4. Bau- und Wohnkonto: Es besteht in der Regel aus einer Kombination von Hypothekarkredit, Bauspardarlehen und der Landeswohnbauförderung.
  5. Wohnstartkredit: Diese Kreditform ist sehr gut für Jungfamilien geeignet, denn beim Wohnstartkredit lässt sich eine tilgungsfreie Zeit von bis zu fünf Jahren vereinbaren. Das ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn ein Partner zur Betreuung eines Kleinkinds karenziert ist, in absehbarer Zeit aber wieder erwerbstätig sein wird.

Förderungen bei Wohnfinanzierung nutzen

Bei der Anschaffung von Wohnraum oder Sanierungsmaßnahmen älterer Gebäude gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten. Auch hier macht es sich bezahlt, sich vorab zu erkundigen, welche Förderungen es gibt und welche Voraussetzungen dafür gelten. So lassen sich etwa bauliche Maßnahmen im Vorfeld – abgestimmt auf die nötigen Kriterien der jeweiligen Förderung – planen. Beispiele für Förderungen sind die Wohnbauförderung der Bundesländer, Förderungen für thermische Sanierung oder der sogenannte Handwerkerbonus, das ist eine Förderleistung des Bundes für die Renovierung, Erhaltung oder Modernisierung des Wohnraums, wenn dabei Leistungen eines Handwerkers oder befugten Unternehmens in Anspruch genommen werden. Informationen zum Thema Finanzierung und Fördermöglichkeiten gibt es auch in unserem Blogbeitrag Eigenheim: Finanzierung und Förderung.

Fazit: Wer Wohnraum anschafft, sollte sich jedenfalls die Zeit nehmen, sich vorab sorgfältig über die Möglichkeiten der Wohnfinanzierung und Förderungen zu informieren. So lassen sich die Gesamtkosten gut planen. Das liefert eine gute Entscheidungsgrundlage und bewahrt davor, sich finanziell zu übernehmen. Die Salzburger Finanzdienstleister kennen die Möglichkeiten der Wohnfinanzierung und beraten bei der Erstellung Ihres Finanzierungsplans.

Den Dienstleister in Ihrer Nähe finden sie hier.

 10. September 2016  |  Kommentare
Holen Sie sich Tipps, welche Finanzierungsform für Ihre Unternehmensidee passt.

Holen Sie sich Tipps, welche Finanzierungsform für Ihre Unternehmensidee passt.

Eine erhöhte Bankenregulierung sorgt für zunehmende Schwierigkeit bei der Vergabe von Krediten an Unternehmen. Jungunternehmen, die nach Startkapital suchen, aber auch expandierende Firmen orientieren sich immer mehr an alternativen Finanzierungsformen. Doch was versprechen Crowdfunding, Business Angels und Risikokapitalbeteiligungen und wie funktionieren sie?

Crowdinvesting oder Crowdfunding sind Finanzierungsformen, bei denen mehrere Personen beteiligt werden. Über verschiedenen Plattformen im Internet können vor allem Start-ups ihre Idee vorstellen. Mittlerweile gibt es schon mehrere österreichische Crowdfunding-Portale. Die Anleger bestehen meist aus einer Vielzahl unterschiedlicher Menschen, die sich mit geringen Geldbeträgen am Projekt beteiligen. Die sogenannte „Crowd“, die das Unternehmen finanziell unterstützt, bekommt dafür meist Genussrechte oder partiarische Darlehen. Das bedeutet, dass die Investoren am Erfolg des Start-ups beteiligt werden. Mit dem Alternativfinanzierungsgesetz, das letztes Jahr beschlossen wurde, ist ein spezieller Rechtsrahmen für das Crowdinvesting geschaffen worden. Auch der Fachverband der Finanzdienstleister hat mit dem Beschluss zu Standesregeln für Crowdinvesting-Plattformen für mehr Schutz und Transparenz gesorgt. Crowdfunding-Portale, die diese Initiative unterstützen, werden mit einem speziellen Siegel versehen und sind hier gelistet. Die Salzburger Finanzdienstleister beraten Sie gerne, wenn es um die Durchführung von Crowdfunding-Projekten geht.

Business Angels: Finanzielle Förderung und Erfahrungsaustausch

Eine weitere alternative Finanzierungsform sind die sogenannten Business Angels. Das sind meist Unternehmer und Manager, die sich an Start-up-Projekten beteiligen. Dabei geht es nicht nur um das Einbringen von Kapital, auch Wissen und Kontakte sollen dabei ausgetauscht werden. Die Kapitalinvestitionen betragen durchschnittlich 100.000 Euro. Business Angels sind besondere in der Anfangsphase eines Unternehmens aktiv und helfen diesem beim Ausbau. Da es aber für die Business Angels ein hohes Risiko gibt, dass das Unternehmen scheitert und somit ein hoher Prozentsatz der Investitionen verloren geht, ist der Zinssatz hoch. Für ein erfolgreiches Portfolio beträgt er zwischen 20 und 30 Prozent.

Risikokapitalbeteiligung für nicht börsennotierte Unternehmen

Zusätzlich gibt es noch sogenannte Venture-Capital-Beteiligungen. Dabei handelt es sich um Beteiligungskapital, das insbesondere an technologieorientierte, nicht börsennotierte Unternehmen gegeben wird. Der Grund: Diese bringen oftmals nicht genügend Sicherheiten für eine klassische Kreditfinanzierung auf. Die Höhe der Beteiligung liegt durchschnittlich zwischen 20 und 35 Prozent. Wie bei dem Konzept der Business Angels geht es aber nicht nur um finanzielle, sondern auch um Unterstützung durch betriebswirtschaftliches Know-how. Der Kapitalgeber bekommt im Gegenzug dazu oftmals Informations-, Kontroll- und Mitsprachrechte.

Salzburger Finanzdienstleister: Die richtige Finanzierungsform finden

Welche Finanzierungsform die Richtige ist, entscheidet der Einzelfall. Im Idealfall sollte ein Mix aus mehreren Finanzierungsmitteln sein. Eine Mischung aus Fremd- und Eigenkapital bietet Ihrem Unternehmen mehr Sicherheit. Wie diese Anteile sein sollten und welche Finanzierungsformen für Ihr Unternehmen überhaupt in Frage kommen, sollten mit Experten besprochen werden. Die Salzburger Finanzdienstleister beraten Sie gerne dabei. Hier finden Sie den Finanzdientsleister in Ihrer Nähe.

Hier gibt es ein interessantes Video zum Thema.

 

 24. August 2016  |  Kommentare
Die Salzburger FInanzdienstleister wissen, wie Sie richtig zwischenfinanzieren. Bild: © Kati Molin - Fotolia

Die Salzburger FInanzdienstleister wissen, wie Sie richtig zwischenfinanzieren. Bild: © Kati Molin – Fotolia

Der Urlaub war teurer als geplant und nun ist auch noch die Waschmaschine kaputt geworden: Rasch entsteht die Situation, dass kurzfristig mehr Geld benötigt wird, als auf dem Konto vorhanden ist. Wir geben einen Überblick über die Möglichkeiten einer Zwischenfinanzierung:

Möglichkeit 1 – Der Abrufkredit

Wer häufiger zusätzliche „Finanzspritzen“ von geringen Beträgen benötigt, für den eignet sich ein Rahmenkredit oder auch Abrufkredit als günstigere Alternative zum Überziehungsrahmen. Beim Rahmenkredit stellt das Kreditinstitut auf einem separaten Konto dem Verbraucher einen zuvor „ausgehandelten“ Kreditrahmen zur freien Verfügung – wobei die Höhe des Kreditrahmens abhängt von der Kreditwürdigkeit und dem Einkommen. Der Rahmenkredit kann teilweise oder vollständig bis zur festgelegten Kreditsumme ausgeschöpft werden, indem die Beträge auf das Girokonto umgebucht werden. Der Vorteil gegenüber dem Dispositionskredit (Überziehungsrahmen) ist ein niedrigerer Zinssatz, denn die Zinsberechnung ist abhängig vom tatsächlich in Anspruch genommenen Kreditbetrag. Die Zinsenabrechnung erfolgt in der Regel vierteljährlich oder monatlich, Bearbeitungs- und jährliche Gebühren fallen meist nicht an. ›› weiterlesen

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