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Wussten Sie …? Börsengeschichte auf einen Blick

Historisches Bild Börse

Die Börse entwickelte sich von den ersten Tauschbörsen im Mittelalter über die Präsenzbörse bis hin zum elektronischen Börsenhandel. (Bild © everettovrk – stock.adobe.com)

Wertpapiergeschäfte sind eine wichtige Säule des Finanzmarkts. Viele Sparer nutzen diese Anlageform, um Teile ihres Vermögens gewinnbringend anzulegen. Wie ist nun aber der Wertpapierhandel und die Börse entstanden und wofür stehen die Begriffe? Die Salzburger Finanzdienstleister geben einen kurzen Rückblick in die Geschichte der Börse.

Wie die heutige Börse entstand

Bereits im alten Rom gab es Ansätze des Börsenhandels: Es war üblich, die Erträge der Zölle, Bergwerke und Salinen an Finanzgesellschaften mit vielen Mitgliedern zu verpachten. Im Mittelalter fanden erste Tauschbörsen bei der St.-Martins-Kirche in Lucca in der Toskana statt. Dabei versammelten sich regelmäßig Kaufleute, Wechsler und Makler. 1409 wurde schließlich die erste namensgebende Börse in Brügge gegründet. Der Begriff „Börse“ geht auf die Gastwirtsfamilie Van der Buerse aus Brügge zurück, die regelmäßige geschäftliche Zusammenkünfte mit größtenteils italienischen Kaufleuten abhielt. Bezeichnenderweise waren auf dem Wappen der Familie Van der Buerse drei Geldbeutel – genannt Bursa – abgebildet. Vermutet wird, dass die Bezeichnung aus der Verbindung der beiden Begriffe Buerse und Bursa entstand.

Die ersten Börsen und Wertpapiere

1460 entstand schließlich die Antwerpener Börse als Treffpunkt von Händlern verschiedener Nationalitäten. Damit kam sie dem heutigen Börsenbegriff schon sehr nahe. Die ersten Aktien gab es aber erst 1602: Sie stammten von der „Vereinigte Ostindische Compagnie“ (VOC), einem Zusammenschluss einiger niederländischer und belgischer Gewürzhändler. Dadurch wurde es möglich, das Risiko auf mehrere Schultern zu verteilen und an Kapital für Investitionen zu gelangen. Der Unternehmenssitz in Amsterdam bildete das Handelszentrum und wurde damit der erste Börsenplatz der Welt. Nürnberg und Augsburg waren die ersten deutschen Börsenplätze 1540, im Jahr 1585 folgte Frankfurt. Die Wiener Börse wurde 1771 von Maria Theresia gegründet. Die erste Aktiengesellschaft, die an der Wiener Börse notierte, war die Oesterreichische Nationalbank im Jahr 1818.

Börsenbegriff und Börsenarten

Was leistet eine Börse nun konkret? Laut Definition im Online-Lexikon Wikipedia dient eine Börse der zeitlichen und örtlichen Konzentration des Handels von leicht austauschbaren Gütern unter beaufsichtigter Preisbildung. Ziele des Börsenhandels sind die Markttransparenz, Steigerung von Effizienz und Marktliquidität, Verringerung der Transaktionskosten und Manipulationsschutz. Das wird durch staatliche Aufsichtsorgane sichergestellt. Angebot und Nachfrage werden an der Börse zusammengeführt und durch die Festlegung von Preisen – den Börsekursen – ausgeglichen. Die Kursbildung des Handelsguts richtet sich nach Angebot und Nachfrage, die Börsenmakler übernehmen dabei die Aufgabe der Mittler zu festgelegten Handelzeiten. Gegenstand der Börsengeschäfte können verschiedene Handelsgüter sein wie:

  • Wertpapiere
  • Devisen
  • Waren wie Rohstoffe oder Metalle
  • Termingeschäfte
  • Dienstleistungen
Digitalisierung im Börsengeschäft

Die klassische Börsenform ist die Präsenzbörse, auch Parketthandel genannt. Hier werden die Geschäfte persönlich im direkten Kontakt abgeschlossen. Die Digitalisierung macht aber auch vor dem Börsenhandel nicht halt: Die modernen Möglichkeiten der Informationstechnologie werden im heutigen Börsenhandel längst genutzt. Bereits 1971 wurde in New York der elektronische Börsenhandel „NASDAQ“ (National Association of Securities Dealers Automated Quotations) gegründet, 1997 folgte in Deutschland der elektronische Börsenhandel „Xetra“ (Exchange Electronic Trading). Dabei berechnen Computerprogramme die Kurse und wickeln den Handel ab. Computergestützte Börsen sind heute Standard, durch diese technischen Errungenschaften verliert der Parketthandel immer mehr an Bedeutung.

Fachwissen für erfolgreiche Wertpapieranlage nutzen

Wie der Rückblick in die Geschichte belegt, haben sich Börse und Wertpapierhandel über Jahrhunderte entwickelt und systematisiert und sind aus dem Finanzsektor und dem Welthandel nicht mehr wegzudenken. Dass die Börse kein Spielplatz für wilde Spekulationen ist, wird zudem durch die staatliche Börsenaufsicht sichergestellt: Sie kontrolliert die Ordnungsmäßigkeit des Börsenbetriebs sowie der Börsengeschäftsabwicklung. Für Anleger bringen Wertpapiergeschäfte rentable Anlagemöglichkeiten. Durch die Komplexität des Börsenhandels ist bei Wertpapiergeschäften ein hohes Maß an Fachwissen nötig: Denn Erträge erwirtschaftet man nur mit entsprechender Marktkenntnis. Die Salzburger Finanzdienstleister haben durch genaue Marktbeobachtung den Wertpapiermarkt im Blick und wissen, welche Form der Wertpapieranlage je nach Budget und Gewinnaussichten sinnvoll ist. Nutzen Sie die Beratung durch den Experten in Ihrer Nähe.

Weitere Informationen über die Wertpapieranlage und Einsteiger-Tipps lesen Sie hier.

Redaktion
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